Bielefelder PhilharmonikerEinführungOrchester

Viviane Hagner

9. Symphoniekonzert

Fr. 10.06.2022 um 20:00 Uhr
Rudolf-Oetker-Halle

Beschreibung

Kaija Saariaho
Nymphéa Reflection

Jean Sibelius
Violinkonzert d-Moll op. 47

Felix Mendelssohn Bartholdy
Symphonie Nr. 3 a-Moll op. 56 Schottische


Eher kühle Länder prägen das sommerliche, neunte Symphoniekonzert. Die Finnin Kaija Saariaho gehört zu den bedeutendsten Komponistinnen der Gegenwart. Ihr von Claude Monets Seerosenbildern angeregtes, 2001 uraufgeführtes Orchesterstück Nymphéa Reflection eröffnet den Reigen. Während das 14 Jahre zuvor entstandene Streichquartett Nymphéa auch durch Elektronik geprägt wurde, erschafft Saariaho im Schwesterwerk rein durch den Streicherklang sechs im energetischen Ausdruck sehr unterschiedliche Klangstücke, die die Zuhörer*innen in unwirkliche, traumhafte Musikwelten entführen. Es schließt sich ein Werk des finnischen Nationalkomponisten schlechthin an: Jean Sibelius. Schon als Junge beherrschte Sibelius die Violine so meisterhaft, dass eine Solokarriere möglich und erstrebenswert erschien. Davon nahm er später zwar Abstand, aber die Liebe zum Instrument blieb und spätestens ab 1899 trug er sich mit dem Gedanken, ein Violinkonzert zu schreiben. Es dauerte noch fünf Jahre, bis das Werk das Licht der Welt erblickte – der Komponist konnte schlecht mit Geld umgehen, hatte eine Familie zu versorgen und zwischendurch ein ernsthaftes Alkoholproblem –, und die Uraufführung scheiterte zunächst am ausführenden Solisten. Doch Sibelius ließ sich nicht beirren, überarbeitete das Konzert und Karél Halir hob es im Oktober 1905 in Berlin aus der Taufe – unter der Leitung von Richard Strauss. Alsbald geriet es zum meistgespielten Violinkonzert des 20. Jahrhunderts und erfreut sich bis heute ungebrochener Beliebtheit. Noch länger als Sibelius arbeitete Felix Mendelssohn Bartholdy an der Vollendung seiner dritten Symphonie. Geradezu aus heiterem Himmel überfielen ihn im Juli 1829 die ersten Ideen, als er nach einem Londoner Gastspiel noch »ohne eigentlichen Zweck, nur fürs Pläsier« einen Abstecher nach Schottland machte. Inspiriert von den düsteren Legenden, der wilden Natur und dem rauen Klima fand Mendelssohn in den Ruinen der Krönungskapelle Maria Stuarts den Anfang seiner Schottischen Symphonie. Bis er auch das Ende gefunden hatte, sollten allerdings noch 13 Jahre vergehen; so dass sie seine letzte Symphonie wurde. Mit keiner anderen Symphonie hatte er sich länger beschäftigt, doch die lange Reifezeit zahlte sich aus: Die Schottische Symphonie zählt bis heute zu den Meilensteinen der Gattung im 19. Jahrhundert.

Termine

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Diese Produktion wurde unterstützt von

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Kurzinfo

Einführung
45 Minuten vor Konzertbeginn im Kleinen Saal

Veranstalter
Bielefelder Philharmoniker (Bühnen und Orchester der Stadt Bielefeld)

Spielort
Rudolf-Oetker-Halle
Lampingstr. 16
33615 Bielefeld
Anfahrt