KammermusikEinführung

Trio Jean Paul

4. Kammerkonzert

Mo. 17.01.2022 um 20:00 Uhr
Rudolf-Oetker-Halle, Kleiner Saal

Beschreibung

Ludwig van Beethoven:
Trio für Violine, Violoncello und Klavier Es-Dur op. 1 Nr. 1

Wolfgang Rihm:
Fremde Szene III

Franz Schubert:
Trio für Violine, Violoncello und Klavier Es-Dur D 929

 

Das Trio Jean Paul hatte im ersten Symphoniekonzert der Bielefelder Philharmoniker Beethovens Tripelkonzert interpretiert und rundet nun sein Gastspiel in der Rudolf-Oetker-Halle für diese Saison mit einem Kammerkonzert ab

Ludwig van Beethoven war mit 22 Jahren nach Wien gekommen und fand im Fürsten Lichnowsky einen väterlichen Freund und Mäzen. Über Mozarts Klavierquartette hatte sich Beethoven der Gattung Klaviertrio genähert und schrieb 1793 drei Trios, die er – wohl dem Fürsten zum Gefallen, der ihren Druck finanzierte – als sein Opus 1 bezeichnete, wiewohl er schon zuvor eine ganze Reihe von Werken vollendet hatte. Eine zeitgenössische Kritik lobte die leichte und fröhliche Jugend, die aus dieser Musik spräche, gleichwohl leuchte Beethovens »Selbstständigkeit unverkennbar hervor«.

Als nach Beethovens Opus 97 in nahezu zehn Jahren kein nennenswertes neues Klaviertrio erschienen war, schrieb Franz Schubert parallel zur Arbeit an der Winterreise ein Trio in Es-Dur, das Erstaunen auslöste. »Wie eine zürnende Himmelserscheinung« sei es über das damalige Musikleben hereingebrochen, erinnerte sich Robert Schumann. Die Melodieführung, die harmonischen Abstürze sowie die dramatische Spannung des Werks erhoben es zu einem Idealtyp romantischer Kammermusik. Das Ergebnis der Drucklegung erlebte Schubert nicht mehr, er starb wenige Wochen zuvor im Alter von nur 31 Jahren.

Anfang der 1980er Jahre stellte Wolfgang Rihm der Musikwelt seine drei »Essays« der Musikwelt vor, die er mit Fremde Szene I-III bezeichnet hatte. »Die Fremdsprache spricht ihre ganz eigene Sprache, keine Note wird zitiert – [die Musik] fällt, stürzt in die Noten«, gab er zu Protokoll. Die Geschichte des Genres scheint hier hinter einem für Rihms Gesten typischen Schleier sichtbar zu sein – Impulsivität, charakteristisch obsessive Wiederholungen und nachdenkliche, meditative Momente.

Termine

Kurzinfo

Einführung
35 Minuten vor Konzertbeginn

Veranstalter
Bielefelder Philharmoniker (Bühnen und Orchester der Stadt Bielefeld)

Spielort
Rudolf-Oetker-Halle, Kleiner Saal
Lampingstr. 16
33615 Bielefeld
Anfahrt
Kammermusik
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