Stephen Waarts

Jeder Künstler sollte seinen eigenen Klang haben, egal auf welchem Instrument er spielt, davon ist Stephen Waarts überzeugt. Eigentlich wollte sein Zwillingsbruder Geige lernen. Stephen machte mit – und weiter. Um der Musik willen zog er schon mit 15 weit von zu Hause weg, auf die andere Seite des amerikanischen Kontinents, und mit 20 weiter nach Deutschland, immerhin in die Nähe seiner holländischen Verwandten. In seinem Musikerleben fühlt sich Stephen Waarts zuhause, auch wenn es weniger glamourös ist, als mancher sich das vorstellen mag. Dazu gehört: diszipliniert sein, authentisch sein und offen für die Inspiration, die das Leben an jeder Ecke bereithält. Dabei hätte ihn auch die Mathematik sehr fasziniert. Jedenfalls hat das, was man für beides braucht: Kreativität und Intelligenz. Und vor allem einen ganz besonderen Klang.

Der Geiger niederländisch-amerikanischer Herkunft nahm sein Studium bei Li Lin am San Francisco Conservatory of Music auf und wechselte später zu Aaron Rosand an das Curtis Institute of Music, wo er seinen Bachelorgrad erwarb. Zudem wurde er in das Perlman Music Programme von Itzhak Perlman aufgenommen.

Seit seinen Wettbewerbserfolgen als Preisträger der Queen Elisabeth Competition 2015 sowie des ersten Preises beim Internationalen Yehudi Menuhin Violinwettbewerbs 2014 und des zweiten Preises des Internationalen Musikwettbewerbs Montréal 2013 ist er in den Konzertsälen weltweit gefragt und gastiert bei zahlreichen internationalen Festivals. 2017 gewann er den Avery Fisher Career Grant Award. 2019 wurde er mit dem Orchestra Award des International Classical Music Award (ICMA) ausgezeichnet.

Stephen Waarts konzertierte bereits mit dem Symphonieorchester Montréal, dem San Francisco Kammerorchester, dem Konzerthausorchester Berlin und dem hr-Sinfonieorchester unter Christoph Eschenbach sowie mit dem Orchestre National de Belgique, der Stettiner Philharmonie, der Slowakischen Philharmonie und der Kapstädter Philharmonie. Kürzlich gab er sein Debüt beim Aspen Music Festival und beim Mostly Mozart Festival in New York.

Foto © Benjamin Ealovega

 

 

 

Beteiligt an

Haydn's Echo