EinführungOrchesterBielefelder Philharmoniker

5. Symphoniekonzert

Sibelius / Nielsen

Fr. 17.02.2023 um 20:00 Uhr
Rudolf-Oetker-Halle

Beschreibung

Jean Sibelius
Symphonie Nr. 6 op. 104

Carl Nielsen
Flötenkonzert CNW 42

Jean Sibelius
Symphonie Nr. 7 C-Dur op. 105

 

Der dänische Komponist Carl Nielsen erhielt als siebtes von zwölf Kindern eines Anstreichers die Chance, Geige zu studieren. Er wurde Violinist im Königlichen Theater Kopenhagen und schenkte seinen Landsleuten sowie der Welt eine Reihe von originellen Werken, etwa die Oper Maskarade von 1906, die bald als »heimliche Nationaloper« gehandelt wurde. Sein Flötenkonzert entsprang dem Impuls, für jeden der Solisten des Kopenhagener Bläserquintetts, das Nielsen 1921 kennengelernt hatte, ein Solokonzert zu schreiben. Als er 1926 durch Deutschland und Italien reiste, entstand als Auftakt das Flötenkonzert, doch sein rapide schlechter werdender Gesundheitszustand verhinderte den Plan, den Reigen – nach Vollendung eines Klarinettenkonzerts – vollzumachen. Das Flötenkonzert bereicherte bald das Standardrepertoire großer Flötensolist*innen wie Martin Kofler, der es mit den Bielefelder Philharmonikern spielen wird. Die sieben Symphonien von Jean Sibelius bilden einen eigenen Kosmos, der voller Überraschungen steckt und doch wie ein Sternbild alle Werke aufeinander bezieht. Die sechste und siebte Symphonie begann Sibelius um 1914 zu entwerfen, etwa zeitgleich mit der Fünften. Diese, ein zerrissenes, von Brüchen gekennzeichnetes Werk, ließ ihn zunächst ein dazu kontrastierendes lyrisches Violinkonzert planen, das er schließlich in eine viersätzigen Symphonie verwandelte. Lange Zeit führte dieses Werk aufgrund seines ausgeglichenen Duktus’ ein »Aschenputtel-Dasein« und wurde erst in jüngerer Zeit mit der angemessenen Wertschätzung bedacht. Die Siebte dagegen wurde zum Kulminationspunkt in Sibelius’ symphonischer Serie. Als es 1924 an die Ausarbeitung ging, nannte Sibelius sie noch Symphonische Fantasie (Fantasia sinfonica), doch das fertige einsätzige Werk ermutigte ihn, es als Symphonie zu bezeichnen. Der finnische Dirigent Osmo Vänskä schrieb: »Die Siebte bildet ein Paar mit der Sechsten, aber sie ist nicht biographisch. Das Ego bleibt im Hintergrund und die allgemein menschlichen Dinge treten in den Vordergrund. Der Komponist wendet seinen Blick von sich selbst zu Gott hin. Die Siebte ist Sakralmusik.«

Termine

Kurzinfo

Einführung
45 Minuten vor Konzertbeginn im Kleinen Saal

Veranstalter
Bielefelder Philharmoniker (Bühnen und Orchester der Stadt Bielefeld)

Spielort
Rudolf-Oetker-Halle
Lampingstr. 16
33615 Bielefeld
Anfahrt
Orchester
Bielefelder Philharmoniker
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