Orchester

Mendelssohn Bartholdy / Bartók / Brahms

8. Symphoniekonzert

Beschreibung

Krankheitsbedingt kann Schlagzeuger Simone Rubino im 8. Symphoniekonzert nicht gemeinsam mit den Bielefelder Philharmonikern als Solist auftreten. Anstelle des ursprünglich geplanten Konzerts für Schlagzeug Speaking Drums von Peter Eötvös spielt das Orchester daher Felix Mendelssohn Bartholdys Ouvertüre Die Hebriden op. 26. Die musikalische Leitung der Konzerte übernimmt kurzfristig Jonas Alber für den erkrankten Christoph Poppen. 
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Felix Mendelssohn Bartholdy
Ouvertüre Die Hebriden op. 26

Béla Bartók
Divertimento für Streichorchester

Johannes Brahms
Symphonie Nr. 4 e-Moll op. 98


»Tradition und Moderne« könnte das achte Symphoniekonzert überschrieben werden. Nicht verstanden als Gegensatz der hier präsentierten Stücke, deren Uraufführungen immerhin fast einen Zeitraum von 130 Jahren überspannen, sondern als Bestreben der jeweiligen Komponisten, musikalische Traditionen aufzunehmen und in ihre Gegenwart zu überführen. Wie kaum ein zweiter steht Johannes Brahms für das Prinzip, auf Basis der Vergangenheit das Tor zur Zukunft aufzustoßen. Seine Auseinandersetzung mit der symphonischen Form war stets ein Ringen mit den als übergroß empfundenen Vorgängern, so dass sogar die Komposition seiner vierten und letzten Symphonie noch von quälenden Selbstzweifeln überschattet wurde. Und in der Tat traf das Werk, das trotz romantischer Tonsprache gleichermaßen an Beethoven wie Bach anknüpft und in seiner rhythmischen Modernität auf einen Bartók vorauszuweisen scheint, bei einigen Freunden Brahms’ zunächst auf Skepsis. Das Publikum jedoch liebte die kompromisslose und reife Komposition von der Uraufführung an und machte es – bis heute – zu einem der beliebtesten und meistgespielten Orchesterwerke überhaupt. Deutlich wie selten wandte sich Béla Bartók der musikalischen Tradition zu, als er im Auftrag Paul Sachers ein Divertimento für Streichorchester komponierte. Die Gastfreundschaft seines Mäzens und der Auftrag, dieses etwas in Vergessenheit geratene Genre wiederzubeleben, ließen Bartók sich im August 1939 gar »wie ein[en] Musiker vergangener Zeiten« fühlen. Auch wenn sich im melancholischen Mittelsatz bereits die Vorahnung des heraufziehenden Zweiten Weltkrieges manifestieren mag, schuf der ungarische Komponist einen munteren und tänzerischen Beitrag zu dieser traditionell unterhaltsamen Gattung.
Inspiration für seine Konzertouvertüre Die Hebriden fand Felix Mendelssohn Bartholdy in der nordwestlich von Schottland liegenden Inselgruppe Hebriden, die er im August 1829 mit Karl Klingemann besuchte. Besonders lockte die beiden Freunde bei ihrer Reise die schwarze Basalthöhle Fingal’s Cave auf der unbewohnten Insel Staffa. Das sich ihm bietende Naturphänomen beeindruckte Mendelssohn so nachhaltig, dass er noch vor Ort die Eröffnungstakte der Ouvertüre skizzierte. Das vollständige musikalische Landschaftsporträt der spektakulären Meeresgrotte wurde nach mehrmaliger Überarbeitung in seiner endgültigen Fassung 1833 in Berlin uraufgeführt.

Kurzinfo

Einführung
45 Minuten vor Konzertbeginn im Kleinen Saal

Veranstalter
Bielefelder Philharmoniker (Bühnen und Orchester der Stadt Bielefeld)

Erster Termin war am
Fr. 13.05.2022
Spielort